2 Stunden – 70 Teilnehmende – agiles Projektmanagement erleben: das waren die Anforderungen anlässlich der meisterteam Jahrestagung im April 2019. In Zusammenarbeit mit den Kompetenzagenten haben wir uns dafür ein herausforderndes Setting überlegt: die Domino Challenge. In begrenzter Zeit müssen die Teilnehmenden in Kleingruppen jeweils eine Domino-Straße mit definierten Anforderungen bauen. Gleichzeitig gilt es Rollen und Methoden aus dem agilen Projektmanagament umzusetzen. Neben dem Bauteam (Entwicklungsteam) müssen auch die Rollen der Product Owner (Projektverantwortliche) und Scrum Master (Teil-/Projektleitung) ausgefüllt werden. In mehreren sogenannten Sprints (Arbeitsphasen) wurden die Bahnen immer weiter verbessert und im Rahmen von Retrospektiven die Zusammenarbeit überprüft und verbessert.

Zu Beginn wurden mit Hilfe farbiger Domino-Steine die jeweiligen Kleingruppen gebildet und auf die bereits vorbereiteten Tische im Raum verteilt. Nach einer kurzen Einführung zu agilen Projektmanagementmethoden wurden die Teilnehmenden über den Auftrag für die folgenden zwei Stunden informiert: jedes Team soll in einer vorgegeben Zeit je eine Dominobahn mit einer zeitlichen, baulichen und technischen Anforderung realisieren. Genauere Informationen zu den Mindestanforderungen erhielten daraufhin die Product Owner und über diese dann die jeweils zugeordneten Scrum Master für die einzelnen Entwicklungsteams.

Was zunächst nach einer gut lösbaren Aufgabe aussah, entpuppte sich schnell als deutlich herausfordernder. Um die vorgegebene Falldauer, die definierten Mindest-Fallhöhen sowie weitere Spezialeffekte zu konstruieren, wurden wirklich alle Hände benötigt. Emsiges Treiben, heftiges Diskutieren und hochkonzentriertes Aufstellen von Domino-Steinen prägte den Raum für die ersten beiden Sprints. Und zwischendurch immer wieder das Klackern fallender Steine, die aus Versehen in Gang geraten waren. Bereits an dieser Stelle fanden erste Transferüberlegungen zum Unternehmensalltag statt: Risikomanagement – wie kann sicher gestellt werden, dass die Bahn bis zur Abnahme auch stehen bleibt!?

Leichte Unmutsäußerungen waren auch vor dem letzten Sprint zu hören, als die Product Owner mit einer Nachricht vor die gesamte Teilnehmergruppe traten: abschließend sei es nötig, alle Teilprojekte zu kombinieren und daraus eine zusammenhängende Domino-Straße zu erstellen. Nicht mal eine Minute später stellte sich jedoch wieder eine arbeitssame, wenn auch etwas emotional aufgeladene Arbeitssituation ein. Und obwohl viele Teilnehmende zunächst daran zweifelten, schaffte es die gesamte Gruppe doch, zum Ende von Sprint 3 eine zusammenhängende und den Anforderungen entsprechende Domino-Straße fertig zu stellen.

Aufbauend auf den Product- und Sprint-Backlogs (Anforderungs- bzw. Aufgabenpläne), welche in den Daily Scrums zwischen den Sprints geführt wurden, erfolgten nach Fertigstellung des Gesamtprojekts eine Auswertung des Projektverlaufs sowie eine Diskussion über Parallelen und Schlussfolgerungen für den eigenen Arbeitsalltag. Die zunächst in den Kleingruppen erarbeiteten Punkte wurden nochmals kurz im Plenum zusammengefasst. Dabei wurden zahlreiche Denkanstöße für die immer komplexeren und sich ständig ändernden Anforderungen im Arbeitsalltag identifiziert: Umgang mit Veränderungen, schnelle Entscheidungswege und Kommunikation auf Augenhöhe. Zum Abschluss stieg dann die Spannung im Raum noch einmal deutlich: würde die Bahn ohne Unterbrechungen bis zum Ende durchlaufen?

Nach diesem emotionalen Highlight der Veranstaltung war die Stimmung ausgelassen, und die Teilnehmenden waren erleichtert. Geschafft!

„Ich war wirklich sehr skeptisch, als ich Euch mit dem Kinderspielzeug gesehen habe. Aber im Nachhinein bin ich einfach begeistert. Es war ein tolles Erlebnis für uns als Gruppe. Und für mich gab es tolle Impulse und Denkanstöße für meinen Betrieb.“ so eine der Teilnehmerinnen.

Auch für uns war es ein intensiver und toller Tag – es ist einfach erfüllend, den Wandel und die Energie bei den Teilnehmenden zu erleben. Und genau darum setzen wir spielerische Methoden ein – erst die Interaktion, dann der Inhalt.

Rahmendaten

  • ab 25 Teilnehmenden, nach oben gut skalierbar
  • ab 2 Stunden
  • Fokus „Event“ mit inhaltlichen Impulsen (z.B. agiles Projektmanagement, Teamspirit, Kommunikation, Abstimmung)
  • Fokus „Inhalt“ (agiles Projektmanagement, Projektkoordination, Abstimmungs- und Kommunikationsprozesse)

Die Veranstaltung bei meisterteam wurde in Kooperation mit den Kollegen von den Kompetenzagenten (www.kompetenzagenten.com) durchgeführt. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit.

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