Was passiert, wenn eine Abteilung ihre Meetings als Spiele betrachtet und bewusst neu designt? Ein Teamtag mit 26 Personen, viel Energie im Raum und klaren „Pains“ rund um die Meeting-Performance wird zum gemeinsamen Experimentierfeld. In dieser Folge beschreiben wir, wie über kleine Schritte und eine gemeinsame Sprache konkrete Veränderungen im Meeting-Alltag entstanden sind.
Quality-Time und inhaltlicher Tiefgang
Ausgehend von dem Wunsch, Quality-Time für die Gruppe und gemeinsames Arbeiten an dem Thema Meeting-Performance zu verbinden, durften wir für eine Abteilung aus 26 Personen eines Online-Versandhändlers einen spielerisch interaktiven Team-Tag gestalten. Zum Thema Meetings haben wir einen ganz speziellen Bezug. Unter dem Arbeitstitel “Das Meeting als Spiel” entstand vor mehreren Jahren unser Analyse- und Gestaltungsansatz Playristik. Wir gingen damals der Frage nach, inwiefern wir von und mit Spielen für bessere Meetings lernen können. Entstanden ist daraus ein umfassender Ansatz, der heute für unsere Beratung, die Gestaltung von Workshops und Trainings und bei der Arbeit mit Führungskräften die zentrale Leitidee ist. Die Anfrage war für uns daher in mehrfacher Hinsicht attraktiv.
Struktur und Sprache durch spielerische Methoden
Mit Hilfe spielerischer Methoden sammelten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die subjektiven Pains des Meeting-Alltags sowie die persönlichen Erwartungen. Darauf aufbauend wurden bis zum Abend konkrete nächste Schritten erarbeitet, um die gemeinsamen Meeting-Spiele “ab morgen” besser zu machen. Im Raum entwickelte sich schnell Energie. Gespräche wurden lebendig, die Lust auf Mitgestaltung war deutlich hörbar. Gleichzeitig zeigte sich, wie hilfreich die kleine Formate aus unserem eigenen Methodenkoffer sind, die Struktur und Sprache geben. Beispielsweise öffnete “Crazy Gathering” den Blick auf unterschiedliche Siegbedingungen, die in den Meetings dieses Teams wirken. “Von grottig bis großartig” half dabei, konkrete Meeting-Formate in verschiedenen Abstufungen zwischen einem frustrierenden und einem gelingenden Meeting herauszuarbeiten.
Machbare Schritte statt unerreichbare Perfektion
Die Frage lautete nicht, wie das perfekte Meeting aussieht, sondern wie das nächste, erreichbare Level aussehen soll. Der Weg “von der 4 zur 5” wurde zur Leitlinie der Arbeit. Dieser Fokus half dabei, kein Wunschkonzert zusammenzustellen, sondern an konkreten, realistischen und sofort umsetzbaren Veränderungen zu arbeiten. Die in kleinen Gruppen entwickelten Schritte waren eine gute Grundlage, um noch im Rahmen des Team-Tages gemeinsame Entscheidungen für die Umsetzung zu treffen.
Nachhaltige Veränderungen
Und dass sich durch den gemeinsamen Team-Tag etwas im Alltag der Gruppe verändert hat, davon wurde uns sehr gerne in einer gemeinsamen Nachbesprechung berichtet. Neue Varianten wurden ausprobiert, manche funktionieren bereits gut, andere brauchen Zeit, um deren Wirkung wirklich einschätzen zu können. Und natürlich braucht es auch mehr Zeit und eine kleinere Gruppe, um für manche Formate auch nochmals eine ganz neue Idee zu entwickeln. Die gemeinsam entwickelte Sprache hilft jedoch dabei, die persönlichen Erfahrungen im Alltag zu benennen und weiterhin gemeinsam an den Themen des Workshops zu arbeiten.
Sie suchen auch nach Möglichkeiten, Meetings in Ihrem Team oder Ihrer Organisation relevant zu verbessern? Sprechen Sie uns gerne an.